Bunkertauchen Fischbach

Teil vom Bunker

Teil vom Bunker

Heute ging es nach Fischbach bzw. bis fast nach Immenstaad. Bunkertauchen stand auf dem Programm. Die Bunker stammen von Raketenabschußanlagen im See die zum Kriegsende gesprengt wurden. Heute bieten diese eine fast gespenstische Unterwasserkulisse die es mit (fast) jedem Wrack aufnehmen kann.

Doch ohne Fleiß kein Preis. Der Einstieg liegt auf dem sicherheitsgeschützten Dornier Werksgelände und ist nur zu Fuß zu erreichen. Das bedeutet Flaschen, Blei und sonstiges Gerödel gefühlt 3km zu schleppen, tatsächlich waren es wahrscheinlich “nur” 500. Doch noch nicht genug, die Bunker liegen ausreichend weit im See so daß man auch noch eine beachtliche Strecke an der Oberfläche oder im Flachwasser absolvieren muss. Und dann gilt es natürlich noch die Bunker zu finden. Aufgeteilt in 3 Buddyteams haben wir es mehr oder weniger schnelle geschafft den Bunker zu finden. Die Sicht war leider sehr bescheiden, doch vielleicht war es gerade deswegen noch mystischer. Von den normalerweise vorhandenen riesigen Karpfen und weiteren Fischen war nichts zu sehen, dafür ist man sich mit 7 Leuten da unten keinswegs auf die Füße getreten. Unser Buddyteam hat dann auch einen Einstieg in den Bunker gewagt, was sich dann jedoch als doch kuschelig eng erwiesen hat. Der Bunker bzw. dessen Reste ragen teilweise weit nach oben bis weniger als 3m unter die Oberfläche des Sees. Die tiefsten Stellen liegen bei ca. 10m so daß sich ein schönes JoJo Tauchprofil ergibt und die Nebenhöhlen ihre Freude haben.

Interessant ist auch die (Unterwasser) Route zu den Bunkern. Dieses Gebiet ist sehr stark von Schiffen befahren und man findet da unten neben Müll auch einige Anker, hochwertige Angelköder und mehr.

Weitere Bilder auf tei.ch


Kommentare


  1. Uiii ich wär zu gerne dabei gewesen :-( aber das nächste Mal!!! :o


    TaBo Marcel

    Juli 2nd, 2009
  2. Aber bitte schön hinter mir tauchen gell :-)


    SoloDiver

    Juli 8th, 2009
  3. Das muss ich mir auch mal anschauen


    ALexandra

    Juli 14th, 2009
  4. Habe mich vor einigen Tagen länger mit einem alten Dornieraner unterhalten und etwas Geschichtsforschung betrieben. Also, diese Bunker haben nichts mit Dornier zu tun und sind faktisch wohl auch gar keine Bunker. Dornier war zu Kriegszeiten auf dem derzeitigen MTU Gelände am See. Nachdem Dornier nach dem Krieg nicht mehr produzieren durfte sind diese Werksgelände an MTU übergegangen und Dornier ist erst 1956 (?) an den jetzigen Standort gezogen.

    Während des Krieges war auf dem jetzigen Werksgelände eine Topedoversuchsanstalt ansässig. Diese benutze im Bereich der jetzigen Inseln eine lange Mole oder Pier um die Torpedos zum Transport um diese dann im Wasser in Richtung Langenargen abschießen und testen zu können. Das ganze wurde dann wohl gleich 1945 von den Franzosen gesprengt und war bis in die 1980er Jahre hinein eine unansehliche Betonwüste. Erst danach wurde diese mit Erde angefüllt und damit die jetzigen Vogelinseln beschaffen.

    Das es etwas entfernt noch Bunkerreste unter Wasser gibt war meiner Kontaktperson bis dato unbekannt und er kann sich auch nicht erklären was es damit auf sich hat. U.U. sind das abgesprengte Reste der Mole. Dagegen spricht jedoch meiner Meinung nach dieser recht gut erhaltene und von mir selbst betauchte größere Raum mit Fenster…


    SoloDiver

    September 10th, 2009
  5. Und noch ein Nachtrag, habe am Wochenende mal wieder meinen Informanten getroffen:

    Diese Torpedoversuchsanlage soll erst 1942 geschaffen worden sein. In diesem Zuge wurden wohl auch mehr oder weniger rechtlich erworbene Grundstücke besetzt die dann teilweise erst Ende der 1950er Jahre offiziell von den ehemaligen Besitzern verkauft wurden damit Dornier sich dort ausbreiten kann. Ich glaube ich muss mal wieder dahin, Folgetauchgänge sind immer spannend, da weiß man dann was einen erwartet…


    SoloDiver

    Oktober 6th, 2009
  6. hallo erst mal zu mir ich bin der Buddy von Micha R.
    Ich habe auch mal nachgefragt da ein Freund von mir bei Dornier arbeitet, und der kennt einen aus dem Archif der mal die Zeichnungen von der Anlage in der Hand hatte.
    Diese tragen die Aufschrift *Top Secret* und das ist wohl auch so da es wohl auch heute noch einen Gang gibt der ins Werk führt. Also ganz so harmlos is das nicht. ;-) Mehr persönlich M.


    Lang Michel

    Oktober 21st, 2009
  7. Danke, PM ist unterwegs!


    SoloDiver

    Oktober 21st, 2009

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